Fachbegriff Lexikon

Im Folgenden finden Sie unser kompaktes Lexikon, in dem wir für Sie einige (Fach)Begriffe erklären, die ihnen in unserem Fitness-Armband Test sowie Fitness-Trackern und Sportuhren im allgemeinen immer wieder auffallen werden. Noch weitergehende Informationen finden Sie auch in unseren Rategebern.

Inhaltsverzeichnis

ANT+

ANT ist ein Datentransferprotokoll, das wie WiFi und Bluetooth auf der Frequenz 2,4 GHz arbeitet. Der Vorteil von ANT: Es sendet die Daten mit einem geringeren Energiebedarf. Das Pluszeichen bei ANT+ bedeutet, dass ein Gerät nicht nur den Standard ANT nutzt, sondern ohne zusätzliche Konfiguration mit einem anderen ANT-Gerät kommunizieren kann. Das erleichtert zum Beispiel die die Datenübertragung zwischen dem Armband und dem Brustgürtel.

Brustgurt / Cheststrap

Der Brustgurt (Cheststrap) hat die Aufgabe, Körperfunktionen wie die Herzfrequenz zu messen. Er wird über der Brust auf nackter Haut getragen und verfügt über Sensoren. Die Messergebnisse werden in der Regel per VFL (Niedrigstfrequenz) an das Armband bzw. Smartphone gesendet. Vorteil eines Brustgurtes sind die sehr viel genaueren Messergebnisse.

Beschleunigungssensoren

Mit Beschleunigungssensoren kann man den Geschwindigkeitszuwachs, die Beschleunigung, beim Sport messen. Dazu nutzen die Hersteller vorwiegend kapazitive Sensoren im Mini-Format (mikroelektromechanische Systeme). Diese sind frei beweglich im Armband integriert. Bei der Beschleunigung in gerader Richtung geraten diese in Bewegung. Über die Stärke der Bewegung lässt sich wiederum die Beschleunigung relativ genau errechnen und daraus Bewegungen und zurückgelegte Entfernungen ableiten. Beschleunigungssensoren sind bei der Berechnung von relevanten Daten eng mit den Gyroskop-Sensoren verbunden.

Gyroskop-Sensoren

Die Gyroskop-Sensoren sind ebenfalls mikroelektromechanische Systeme und funktionieren ähnlich wie die Beschleunigungssensoren. Allerdings handelt es sich hierbei um kleine Kreisel, die nicht die geradlinige Bewegungen, sondern die Zunahme der Drehgeschwindigkeit messen. Die Gyroskop-Sensoren zeichnen auf diese Weise nicht-lineare Bewegungen und zurückgelegte Entfernungen nach. Gyroskop-Sensoren arbeiten in einem Fitness-Tracker mit Beschleunigungssensoren verzahnt.

Optische Sensoren

Optische Sensoren haben vor allem die Aufgabe, den Puls zu messen. Dazu schicken sie einen Lichtstrahl auf die Haut. Nun kommt ein biochemischer Effekt zum Tragen: Direkt unter der Haut fließt Blut. Dieses absorbiert grüne und blaue Lichtanteile und reflektiert rote. Je schneller das Blut durch die Adern fließt, desto mehr rote Lichtanteile reflektiert es. Durch die zurückgeschickte Lichtfarbe können die optischen Sensoren den Blutfluss und damit den Puls bestimmen. Mit diesem Wert kann der Nutzer zum Beispiel eine auf seinen Körper optimierte Bewegungsgeschwindigkeit finden.

Bioelektrische Sensoren

Schon mit sehr geringen Stromflüssen lassen sich Fett- und Wasseranteile im Körper messen. Diesen Effekt machen sich die Hersteller von Fitness-Armbändern zunutze. Sie bauen bioelektrische Sensoren in das Gerät ein, die minimale Elektroimpulse in die Haut schicken. Der Widerstand ist ein Indiz auf die Verteilung von Wasser und Körperfett. Je größer der Widerstand, desto mehr Körperfett ist vorhanden. Der Körperfettanteil ist medizinisch wichtig, um den Trainingszustand und mögliche Risiken für das Herz-Kreislauf-System zu beschreiben.

GPS

Der eigene Standort lässt sich mit dem Global Positioning System – GPS – ermitteln. GPS basiert auf einem Navstar-Satellitensystem, das durch Signale anhand der Position des Satelliten zur Erde den Standort eines GPS-Signals exakt bestimmen kann. Im Fitnessarmband kommt GPS direkt im Gerät oder über mit den Smartphone-Funktionen interagierenden Apps zum Einsatz. Im Prinzip sammelt das Gerät die GPS-Daten und errechnet daraus genaue Streckenlängen, Geschwindigkeiten und Zeiten für Aktivitäten.

Metabolisches Äquivalent

Das metabolische Äquivalent beschreibt den Stoffwechselumsatz eines Menschen. Dieser wird in der Einheit MET gemessen. Das metabolische Äquivalent umfasst dabei das Körpergewicht sowie den Energiebedarf im Ruhezustand. Für Fitness-Armbänder ist dieser Wert interessant. Denn anhand von Daten aus dem Ruhezustand kann das Gerät die bei Aktivitäten verbrauchten Kalorien errechnen. So behalten die Aktiven ihre verbrannte Energiemenge im Blick.

Herzfrequenzmesser

Die Herzfrequenz gibt an, wie viele Schläge pro Minute das menschliche Herz ausführt. Dieser Wert ist im Normallfall mit dem Pulsschlag identisch. Die Herzfrequenz wird entweder über einen Brustgurt oder über optische Sensoren am Handgelenkt gemessen. Der so ermittelte Wert hat für das Aufzeichnen von Trainings- und Fitnessdaten eine besondere Bedeutung. Denn an diesem lassen sich Fitnessverläufe nachvollziehen. Außerdem eignet sich der Messwert, um das eigene Training auf Fettverbrennung oder Leistungszuwächse zu optimieren.

Self-Tracking

Der Begriff Self-Tracking beschreibt das andauernde Messen der Körperfunktionen und Aktivitäten. Praktisch rund um die Uhr zeichnet ein Armband Puls, zurückgelegte Schritte, verbrauchte Kalorien und viele andere Funktionen auf. Der Träger des Armbandes kann durch diese gesammelte Daten anschließend grafisch aufgewertet Fitnessdaten erhalten. Diese unterstützen beim Erstellen von Trainingsplänen oder geben Hinweise auf Werte, die potenziell medizinisch zu prüfen sind.

Trainingscomputer

Trainingscomputer ist an sich ein anderes Wort für eine Sportuhr. Er bietet ganz besonders spezialisierte Trainingsprogramme und Funtkionen für professionelle Athleten. Dazu gehören das Messen von trainingsrelevanten Daten wie Herzfrequenz, Kalorienverbrauch oder auch Geschwindigkeit und Streckenlänge. Gute Geräte bereiten die getrackten Daten grafisch auf, sodass der Nutzer Trainingspläne erstellen kann. Während des Sports können Aktive je nach Gerät Rückmeldungen bekommen, um zum Beispiel den Puls bzw. die Herzfrequenz durch ein Mehr oder Weniger an Belastung zu optimieren.

Unseren Test und die Kaufberatung für Sportuhren finden Sie hier.

LED-Display

Die Abkürzung LED steht für „light emitting diode“ oder auf Deutsch: Lichtdiode. Diese besteht aus Halbkristallen, die beim Durchfluss von Strom zu leuchten beginnen. Der niedrige Strombedarf ist ein großes Plus der LED. Daher nutzen Hersteller die Leuchtdioden, um Displays zu erhellen und so das Ablesen der Daten zu vereinfachen.

OLED-Display

Das „O“ in OLED steht für organisch. Es handelt sich um eine dünne organische Halbleiterdiode, die keine zusätzliche Beleuchtung benötigt. Nachteil der OLED: Sie haben eine geringere Lebensdauer als LEDs. Vorteil: Sie verbrauchen deutlich weniger Energie, sind dünner und liefern einen viel stärkeren Kontrast. Daher sind Daten auf OLED-Displays insbesondere in der Bewegung und im Sonnenlicht besser zu lesen.

AMOLED-Display

AOLED-Displays sind aus technischer Sicht nahezu identisch mit OLED-Displays. AM in der Abkürzung steht für „active maxtrix“. Dahinter verbirgt sich eine bestimmte Rasterzusammenfassung der vielen einzelnen OLEDs im Display. Dadurch lassen sich andere Farbtiefen und Kontraste erreichen. Nutzer eines AMOLED-Displays profitieren vor allem von einem noch stärkeren Kontrast und einer verbesserten Schärfe. AMOLED-Displays sind jedoch auch ein Kostentreiber.

Smartwear-Geräte

Smartwear leitet sich von Smart Home, dem intelligenten Wohnen ab. Smartwear-Geräte sind jedoch tragbare Geräte. Dazu zählen insbesondere Smart Watches und Fitness-Armbänder (sogenannte Wearables) , weiter gefasst jedoch auch Datenbrillen u. Ä. Smartwear-Geräte zeichnen sich dadurch aus, dass sie bestimmte Daten messen oder produzieren und an Geräte wie das Smartphone senden. Die Kommunikation mit Geräten im WLAN oder mobilen Internet sowie über Standards wie ANT, WiFi oder Blutooth fasst der Begriff „Smart“ im Sinn von „intelligent“ oder „elegant“ zusammen.

Sleep-Tracking

Sleep-Tracking ist eine Funktion, mit der Nutzer ihren Schlaf überwachen können. Dabei zeichnet das gerät unter anderem Puls, Herzfrequenz und andere Körperfunktionen auf. Durch die Vielzahl von Sensoren entsteht dabei später ein relativ gutes Bild, wie der Schlaf verlaufen ist. Daraus können die Armband-Träger dann unter anderem Rückschlüsse auf ihre für die Erholung wichtigen Traumphasen (REM-Phasen) ziehen. Nicht zuletzt ergeben die Daten Hinweise darauf, ob der Schlafrhythmus – zum Beispiel durch eine entsprechende „Schlafhygiene“ – verbessern werden kann.

IP-Schutzklassen

IP-Schutzklassen oder IP-Codes (international protection) kennzeichnen den Schutz eines Gerätes vor dem Eindringen von Substanzen. Der Code ist im Normalfall vierstellig, wobei die ersten beiden Stellen mit IP und die beiden folgenden mit Ziffern von 1 bis 9 gekennzeichnet sind. Teilweise werden weitere Stellen angehängt. Die erste der beiden Stellen drückt den Schutz vor Eindringen von Staub bzw. die Stoßfestigkeit aus. Die zweite Stelle steht für den Schutz vor eindringendes Wasser. Faustregel: Je höher die Ziffer, desto besser der Schutz. Ein Fitnessarmband mit IP34 wäre zum Beispiel gegen Staubkörner oder Fremdkörper ab 2,5 mm (Schutzkennziffer 3) sowie allseitiges Spritzwasser (Schutzkennziffer 4) geschützt.

GPS-Connect

GPS-Connect ermöglicht eine Verbindung zum GPS. Das Satellitensystem unterstützt die per GPS-Connect getriebenen Anwendungen des Fitness-Armbandes bei der Einbindung exakter Standortdaten. Dieses System ist Voraussetzung, um Messdaten mit Standortdaten zu verknüpfen und daraus genauere Berechnungen für Wegstrecken, benötigte Zeiten usw. zu erstellen.

Connect IQ

Connect IQ ist eine Plattform des Herstellers Garmin. Nutzer von Garmin-Armbändern können sich darüber zusätzliche Anwendungen und Funktionen auf ihr Gerät holen. Zur Verfügung stehen unter anderem Watchfaces (Geräteoberflächen), Widgets sowie Datenfunktionen wie grafische Aufbereitungen und Statistikauswertungen. Achtung: Nicht alle Garmin-Armbänder bzw. -Uhren sind kompatibel zu Connect IQ.

Fitbit SmartTrack

Fitbit ist einer der bekanntesten Hersteller von Fitness-Trackern. SmartTrack ist die integrierte Software bzw. App fürs Smartphone. Über SmartTrack kann der Nutzer seine Messungen und die dabei aufgezeichneten Daten grafisch auswerten. Besonderheit: SmartTrack erfasst kontinuierlich alle möglichen Daten, um tatsächliche Aktivitäten von wenigstens 15 Minuten Dauer sofort auswerten und darstellen zu können.

Garmin Move IQ

Move IQ ist ein integriertes Feature bei Garmin-Geräten. Sobald eine Aktivität startet, schaltet sich Move IQ automatisch ein und zeichnet Daten auf. Die Ergebnisse sind (Stand 05/2017) jedoch nur in der Zeitleiste der Daten ablesbar. Sie sind kein Bestandteil der Aktivitätenliste und werden nicht aufbereitet.

Jawbone Smart Coach

Der Smart Coach ist teil der App von Jawbone. Zum einen sendet das Armband die aufgezeichneten Daten direkt an den Coach, zum anderen fragt die App den Nutzer bei festgestellten Aktivitäten, um welche Art Bewegung es sich gehandelt hat. Außerdem soll der Nutzer Essensprotokolle (Food Logging) über den Smart Coach führen. Dieser gibt dann laufend Rückmeldungen und Anregungen zu Aktivitäten und Essverhalten.

Food Logging

Food Logging (Food Tracking) ist eine Funktion, die einige Apps beinhalten. Dabei protokolliert der Nutzer seine Nahrungsaufnahme. Je nach App und Hersteller berechnet die App nun die Kalorienzahl, gibt Ernährungstipps oder bietet Vorschläge für Aktivitäten. Food Logging ist ein wichtiger Baustein des durch Apps überwachten Prozesses der Gewichtreduktion oder Leistungssteigerung. Das Zusammenspiel von Messdaten des Armbandes und Ernährungsprotokoll bietet viele Ansätze für eine verbesserte Lebensweise. Die meisten Apps sind jedoch noch wenig ausgereift und überzeugen nur in Grundfunktionen.

Synchronisation

Die besten Daten nutzen nichts, wenn sie nicht komfortabel sichtbar sind. Das kleine Display der Fitness-Armbänder ist für eine genauere Datenanalyse nicht optimal. Viel besser funktioniert das auf Smartphones und Tablets sowie Notebooks und PCs. Um die Daten aber vom Armband auf das Handy oder auf den Computer zu übertragen, ist neben einer passenden App/Software eine Synchronisation erforderlich. Diese lässt sich bei den meisten Geräten per Bluetooth starten. So erhalten Apps die Daten. Teilweise ist die Synchronisation auch per USB-Kabel möglich. Bei dem Vorgang werden alle Daten an das andere Gerät gesendet. Dort kann der Nutzer diese dann in optisch ansprechender Form abrufen.

Barometrischer Höhenmesser

Um Höhenunterschiede zum Beispiel beim Bergwandern oder Treppensteigen zu erfassen, eignen sich barometrische Höhenmesser. Denn GPS kann die Höhe an einem Ort und damit auch die Höhenunterschiede auf engstem Raum nicht korrekt erfassen. Der barometrische Höhenmesser ermöglicht folglich das Aufzeichnen von Bewegungen, die sonst nur ungenau zu erfassen sind. Dabei wird der bewältigte Höhenunterschied von einem Bezugspunkt aus gemessen. Da der Luftdruck nach physikalischen Gesetzen relativ gleichmäßig mit zunehmender Höhe abnimmt, kann der Höhenmesser die nach oben und unten zurückgelegte Strecke erfassen.