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Das YAMAY SW350 im Test

Amazon.de Preis: 36.99 (as of 19. September 2019, 7:00)*

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yamay sw350 testDer chinesische Elektronik-Hersteller Yamay ist in Europa noch recht unbekannt, sorgt jedoch seit längerer Zeit auf Amazon für Furore. Der preiswerte und reichhaltig ausgestattete SW350 Fitness-Tracker konkurriert nicht nur mit den günstigen Geräten von Xiaomi, sondern soll eine echte Alternative zu den Fitness-Armbändern von Garmin, Samsung oder FitBit sein.

Die Verkaufszahlen auf Amazon können sich definitiv sehen lassen. Wir haben den Yamay SW350 über einen längeren Zeitraum getestet und konnten uns ein ausführliches Bild über die Stärken und Schwächen des preiswerten Fitness-Trackers machen.

Die Vor- und Nachteile im Schnellüberblick

Vorteile Nachteile
sehr gutes Preis-Leistungs-VerhältnisHerzfrequenzsensor nicht für Sport geeignet
ist solide verarbeitetfehlende Features für Sportler
wasserdicht und sehr gute AkkulaufzeitDisplay ist bei direkter Sonneneinstrahlung schlecht ablesbar
sitzt sicher und komfortabel am Handgelenkkeine überzeugenden Smart Notifications


Review von Joey Schwarz – youtube.com

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Verarbeitung und Lieferumfang

yamay sw350 details-4Der Fitness-Tracker ist solide verarbeitet und hinterlässt trotz des Preises keinen billigen Eindruck. Die beiden Bandteile (TPU) lassen sich leicht und sicher am Gehäuse (0,96 Zoll großes LCD-Farbdisplay) befestigen und können sich nicht mehr aus Versehen lösen.

Dank der Schnalle und der Lasche hält der SW350 sicher am Handgelenk. Das schlanke und moderne Design kann sich sprichwörtlich sehen lassen. Im Handel wird der Tracker in den Farbvarianten schwarz, weiß, rosé, rot und lila angeboten. Dank der IP68-Zertifizierung lässt sich der Fitness-Tracker auch beim Schwimmen verwenden.

Mit den kompakten Maßen 18,0 mm x 38,0 mm x 12,0 mm und einem geringen Gewicht von weniger als 20 Gramm liegt der SW350 leicht und komfortabel am Handgelenk. Zum Lieferumfang gehört nur eine Bedienungsanleitung und das Armband.

Die Features

yamay sw350 details-2Der Yamay SW350 kostet deutlich weniger Geld als namhafte Konkurrenten und besitzt trotzdem eine reichhaltige Ausstattung. Er zählt die zurückgelegten Schritte, die verbrannten Kalorien, die aktiven Minuten und die zurückgelegten Kilometer. Zudem verfügt der Fitness-Tracker über eine integrierte Herzfrequenzmessung und ein Schlaf-Tracking. Die Helligkeit des LCD-Displays lässt sich in 5 Stufen individuell einstellen.

Der SW350 erkennt 14 unterschiedliche Sportarten und nutzt das GPS des gekoppelten Smartphones (Apple und Android). Im Test hat uns besonders gefallen, dass das Fitness-Armband automatisch den Schlafrhythmus des Trägers erkennt und über eine durchgängige, handgelenkbasierte Pulsmessung verfügt. Im Hinblick auf den günstigen Preis sind diese Features keinesfalls selbstverständlich.

Natürlich fungiert der SW350 auch als herkömmliche Uhr. Besonders praktisch: Einfach das Handgelenk drehen und schon erscheint die Uhrzeit auf dem Display. Alternativ wird der Touch-Knopf unter dem Display verwendet. Benachrichtigungen und Anrufe vom Smartphone werden ebenfalls auf dem Display angezeigt. Leider sind der Umgang und die Darstellung mit den Notifications eher weniger zufriedenstellend. Dafür hat uns ein Feature äußerst positiv überrascht: Genau wie die Apple Watch kann der SW350 die Smartphone-Kamera fernsteuern und auslösen. Eine solche Funktion findet man in dieser Preisklasse normalerweise nicht.

Hersteller Yamay gibt eine Akkulaufzeit von 5 bis 8 Tagen an. Der Akku soll in maximal 2 Stunden vollständig aufgeladen sein. Wir haben Laufzeit und Ladezeit getestet und können beide Angaben mit geringen Abweichungen bestätigen. Der Akku wird über die USB-Schnittstelle direkt am Tracker geladen, somit entfällt ein extra Ladekabel, dies gefiel uns sehr gut! Nicht so gut hat uns die Tatsache gefallen, dass es bei unserem Testgerät sehr schwer war, das Armband zu entfernen um den Tracker zu laden.

Die Anwendung

Via Bluetooth lässt sich der SW350 in wenigen Augenblicken mit Android-Smartphones (ab 4.4) und iPhones (ab iOS 8.0) koppeln. Die dazu nötige App „VeryFitPro“ wird einfach kostenlos aus dem jeweiligen Store heruntergeladen. Die Anwendung sammelt alle Fitnessdaten und kann diese mit Apple Health oder Google Fit synchronisieren. In der beigelegten Anleitung wird die Bedienung der App leicht verständlich erklärt.

Dank der individuell verstellbaren Schnalle und des hautfreundlichen Armbands hielt der Tracker während unseres Tests stets sicher und komfortabel am Handgelenk. Das Schlaf-Tracking und die Wasserdichtigkeit laden auf jeden Fall zum dauerhaften Tragen ein.

Bedienung & Nutzung

yamay sw350 details-3Der Fitness-Tracker besitzt ein recht übersichtliches und leicht verständliches Menü und lässt sich nach kurzer Zeit problemlos bedienen. Über den Touch-Knopf unter dem Display kann man durch die einzelnen Menüpunkte klicken. Drückt man den Knopf etwas länger, erscheinen Einzelheiten zu den jeweiligen Menüpunkt oder es lässt sich ein Workout starten.

Das knapp 1 Zoll große Farbdisplay stellt sämtliche Informationen klar und deutlich dar. Nur bei direkter Sonneneinstrahlung lässt sich trotz höchster Helligkeitsstufe wenig erkennen. Aufgrund der begrenzten Fläche und der nicht ganz so leistungsstarken Hardware funktionieren die Smart Notifications weniger gut als bei teureren Smartwatches. Ansonsten hatten wir während unseres Tests keinerlei Probleme.

Messungen & Genauigkeit

Mit seinem Mi Band hat Hersteller Xiaomi gezeigt, dass auch preiswerte Fitness-Tracker präzise arbeiten können. Deshalb waren wir vor unserem Test sehr gespannt, ob dies auch dem SW350 gelingt. Der integrierte Schrittzähler hat uns positiv überrascht und lieferte den gesamten Testzeitraum über recht präzise Ergebnisse. Hin und wieder gehen ein paar Schritte verloren und somit erfasste der Tracker im Vergleich zu anderen Fitness-Armbändern etwas weniger Schritte. Je mehr Schritte zurückgelegt werden, desto genauer werden die Ergebnisse. Das Schlaf-Tracking konnte ebenfalls überzeugen und lieferte genaue Ergebnisse.

xiaomi mi band 4 details-2

Die optischen Herzfrequenzmesser des Mi Band 4 (re) und des Yamay Fitness-Tracker (li) im Vergleich zum Brustgurt (mi) im Ruhezustand.

Noch besser funktionierte die Pulsmessung. Die Ergebnisse während unseres Tests stimmten tatsächlich mit den Messungen von anderen Geräten überein. Kleine Wermutstropfen: Es dauert ein paar Augenblicke, bis auf dem Display der aktuelle Puls erscheint und die Messergebnisse sind nur in Ruhe brauchbar. Für die Überwachung der Herzfrequenz während des Trainings ist der SW350 nur bedingt geeignet.

Zwar ist der Tracker mit 14 Sportarten kompatibel, jedoch werden immer nur 3 Sportarten gleichzeitig auf dem kleinen Display angezeigt. Über die App haben die Nutzer stets Zugriff auf alle Sportarten und können Favoriten festlegen. Unter dem Strich muss sich der Yamay SW350 trotz des günstigen Preises nicht vor teureren Geräten verstecken.

Die Motivation

veryfitpro appEin Fitness-Tracker soll nicht nur aufzeichnen (tracken), sondern seinen Träger dazu anspornen sich mehr zu bewegen. In der App lässt sich eine praktische Erinnerungsfunktion bei Inaktivität aktivieren. Sobald sich der Träger eine gewisse Zeit lang nicht mehr bewegt, vibriert der SW350 und fordert den Nutzer auf sich weiter zu bewegen.

In unserem Test hat die Inaktivitätsfunktion reibungslos funktioniert und uns jedes Mal dazu motiviert uns weiter zu bewegen. Leider fühlt sich die Vibration am Handgelenk nicht gerade angenehm an. In der VeryFitPro-App sehen die Nutzer viele wichtige Informationen und behalten stets ihre Fortschritte im Auge. Eine App-Vernetzung mit anderen Trägern des Fitness-Trackers ist leider nicht möglich.

Das YAMAY SW350 im Test: Das Fazit

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