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Das Xiaomi mi band 4 im Test

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xiaomi mi band 4 testDer 2010 gegründete Elektronik-Hersteller feiert nicht nur mit seinen Smartphones einen Erfolg nach dem nächsten. Die Fitness-Armbänder von Xiaomi Tech haben sich millionenfach verkauft und punkten mit einem so gut wie unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis und einem schicken Design. Das Xiaomi Mi Band 4 konzentriert sich wie seine Vorgänger auf das Wesentliche und besitzt den gewohnt modernen sowie schlichten Look. Wir haben das vierte Mi Band über einen längeren Zeitraum getestet und konnten uns davon überzeugen, wie sich das Fitness-Armband im Alltag und im Vergleich zum Vorgänger, dem Mi Band 3 schlägt.

Die Vor- und Nachteile im Schnellüberblick

Vorteile Nachteile
sehr gutes Preis-Leistungs-VerhältnisHerzfrequenzsensor nicht für Sport geeignet
deutlich verbessertes AMOLED-Displaybisher kein offizielles App-Sprachpaket in Deutsch
der Akku hält bis zu 20 Tage langeher für Hobby-Sportler geeignet
Wasserdichtkein GPS-Empfänger


Review von Tech4All – youtube.com

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Verarbeitung und Lieferumfang

Von der Verarbeitung her ist das Mi Band 4 mindestens genauso überzeugend wie seine Vorgänger. Das Design wirkt trotz des günstigen Preises keinesfalls billig. Hersteller Xiaomi setzt auf die bewährte Kombination aus einem schlichten Silikonarmband (hautfreundliches Elastomer) und einer ovalen Tracker-Einheit.

Insgesamt ist das Fitness-Armband rund 25 cm lang und knapp 1,5 cm breit und wiegt weniger als 30 Gramm. Das Mi Band 4 ist mit den Armbändern des Vorgängers kompatibel und hält dank Metallpin-Verschluss sicher am Handgelenk.

Im Test ist uns als Erstes das deutlich größere (0,95 Zoll) AMOLED-Display aufgefallen. Dieses besitzt eine Auflösung von 120 x 140 Pixel mit einer Farbtiefe von 24 Bit. Das Display ist nicht nur sichtbar größer als beim Vorgänger, es kommt endlich auch ein Farb-Display zum Einsatz. Unter diesem befindet sich der typische On-Screen-Button zum Navigieren. Neben dem wasserdichten Armband und dem Tracker gehören eine USB-Ladeschale und eine mehrsprachige Anleitung zum Lieferumfang.

Die Features

xiaomi mi band 4 details-1Trotz des günstigen Preises können sich die Funktionen sehen lassen und müssen sich nicht vor der wesentlich teureren Konkurrenz verstecken. Xiaomi spendiert seinem bis zu 5 Meter wasserdichten Mi Band 4 einen Pulsmesser, ein farbiges Touch-Display mit anpassbarer Helligkeitsregelung, einen Schaftracker, einen Vibrationsmotor und selbstverständlich einen Schrittzähler. Auf einen integrierten GPS-Tracker muss man bei diesem günstigen Preis logischerweise verzichten. Dafür lässt sich mit dem Mi Band 4 die Musikwiedergabe auf dem Smartphone steuern.

Nach der Kopplung mit einem kompatiblen Smartphone erscheinen auf dem AMOLED-Display Smart-Notifikations von Apps, Anrufen und Nachrichten. Sogar WhatsApp-Nachrichten werden angezeigt und können direkt beantwortet werden. Smileys und besondere Symbole werden nach wie vor nicht korrekt angezeigt.

Besonders praktisch: Es lassen sich eigene Vibrationsmuster konfigurieren. Des Weiteren ist uns beim Test die neue und nützliche Band-Sperre aufgefallen. Wie bei der Apple Watch lässt sich das Mi Band 4 über einen 4-stelligen Code nach dem Abnehmen automatisch sperren. Der 135 mAh starke Akku versorgt das Fitness-Armband bis zu 20 Tage lang mit Energie.

Die Anwendung

Über Bluetooth 5.0 wird das Mi Band 4 mit einem iOS- (ab 9.0) oder Android-Smartphone (ab 4.4) verbunden. Leider ist die kostenlose App bisher nur in Englisch und in Chinesisch benutzbar. Dennoch lässt sich die Mi Fit App intuitiv bedienen. Unter anderem lassen sich sogar verschiedene Watchfaces (Ziffernblätter) einstellen. Zur Nutzung der App müssen sich die Träger ein kostenloses Konto erstellen.

Das Mi Band 4 hielt während unseres Tests bombenfest am Handgelenk und fiel dank des hautfreundlichen Materials und des geringen Gewichts überhaupt nicht auf. Aufgrund der Wasserdichtigkeit und des Schlaf-Trackings kann das Fitness-Armband dauerhaft getragen werden.

Bedienung & Nutzung

Während unseres Tests reagierte das Touch-Display wie erwartet flott und fehlerfrei auf alle Eingaben. Neben der Berührung lässt sich das Mi Band 4 auch mittels On-Screen-Button bedienen. Mit diesem kann der Nutzer zu jeder Zeit zum Home-Screen zurückkehren oder Aktivierungen durchführen. Eine Bedienung unter Wasser ist leider nicht möglich. Dank dem großen und endlich farbigen AMOLED-Display lässt sich das Mi Band 4 viel einfacher bedienen als seine Vorgänger.

Besonders hervorheben möchten wir, dass das Display jetzt endlich sehr viel Heller ist als bei den Vorgängern und sich so auch bei Sonneneinstrahlung sehr gut ablesen lässt. Dies war einer unser Hauptkritikpunkte bei den Vorgängermodellen.

Leider werden Aktivitäten nicht automatisch erkannt und gestartet und müssen von den Nutzern manuell per App aktiviert werden. Die Mi Fit App erklärt sich trotz der englischen Sprache von alleine. Ein zusätzliches Sparpaket in Deutsch wäre dennoch wünschenswert. Unserer Erfahrung nach sollte dies nur eine Frage der Zeit sein.

Ist der Akku leer, muss der Tracker aus dem Armband entnommen und in die USB-Ladeschale gelegt werden. In unserem Test benötigte ein Ladevorgang rund 2 Stunden. Dennoch hält der Akku richtig lange durch. Bei 24-stündiger Herzfrequenzmessung sind im Durchschnitt 15 Tage möglich.

Messungen & Genauigkeit

Xiaomi hatte beim Mi Band 3 noch Probleme mit ungenauen Messungen und konnte dies beim Nachfolger deutlich verbessern. Wie gut der Puls gemessen wird, hängt hauptsächlich vom Sitz des Fitness-Armband ab. In unserem Test unterschieden sich die gemessenen Daten nur marginal von deutlich teureren Geräten.

xiaomi mi band 4 details-2

Die optischen Herzfrequenzmesser des Mi Band 4 (re) und des Yamay Fitness-Tracker (li) im Vergleich zum Brustgurt im Ruhezustand (mi).

Der Herzfrequenzmesser liefert im Alltag sehr brauchbare Messergebnisse. Wichtig ist aber das man möglichst still steht und auch den Arm nicht weiter bewegt. Das heißt im Umkerhschluss, das die Messergebnisse im Training z.B. beim Laufen sehr weit von der mit einem Brustgurt gemessenen Realität abweichen.

Auch Schrittzähler und Schlaftracking funktionieren sichtbar besser als bei allen Vorgängern. Generell sollte das Mi Band 4 so fest wie möglich am Handgelenk sitzen. Workouts müssen stets manuell gestartet werden und die Nutzer haben die Wahl zwischen Laufen (Outdoor und Laufband), Fahrradfahren, Gehen bzw. Wandern, Freies Training und Schwimmen. Nach einem 3-sekündigen Countdown wird die Aufzeichnung der Aktivität gestartet. Das Mi Band 4 zählt sogar die Schwimmbahnen eigenständig und ermittelt zusätzlich die Schlagzahl und den Schwimmeffizienzwert. Das verbesserte Schwimm-Tracking hat uns im Test besonders gut gefallen.

Trotz des nicht vorhandenen GPS-Empfängers ist das Mi Band 4 ein guter Laufbegleiter. Zur Erhöhung der Präzision nutzt das Fitness-Armband das GPS vom Smartphone. Während des Lauftrainings zeigt das Band die wichtigsten Werte, wie die zurückgelegte Strecke, die verstrichene Zeit, die Pace und den aktuellen Puls an. Unter dem Strich arbeitet das Mi Band 4 zuverlässig und präzise und muss sich von der Messgenauigkeit her nicht vor Konkurrenten verstecken.

Die Motivation

mi fit appGenau wie die Vorgänger sorgt auch das Mi Band 4 für eine dauerhafte Motivation und erinnert seine Träger daran, sich mehr zu bewegen. Sobald der Nutzer eine zu lange Zeit untätig herum sitzt, fängt das Armband an zu vibrieren. Diese Funktion lässt sich zwar abschalten, sollte aber unserer Meinung nach aktiviert bleiben.

In der Mi Fit App sehen die Träger alle wichtigen Informationen und können ihre individuellen Fortschritte genau verfolgen. Dies sorgt in Kombination mit den interessanten Statistiken für eine zusätzliche Motivation.

Das Xiaomi Mi Band 4 im Test: Das Fazit

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