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Das Xiaomi Mi Band 3 im Test

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xiaomi mi band 3 testDer chinesische Elektronik-Hersteller Xiaomi Tech wurde 2010 gegründet und war nur 3 Jahre später der größte Smartphone-Hersteller in China. Mit dem Mi Band 2 ist dem Hersteller nicht nur ein äußerst beliebter und preiswerter, sondern ebenfalls ein gut ausgestatteter und optisch ansprechender Activity-Tracker gelungen. Aufgrund des großen Erfolgs ließ der Nachfolger natürlich nicht lange auf sich warten. Wir durften das Xiaomi Mi Band 3 ausführlich testen und uns davon überzeugen, wie sich der Tracker im Vergleich zur Konkurrenz und zum Vorgänger und im Alltag schlägt.

Die Vor- und Nachteile im Schnellüberblick

Vorteile Nachteile
sehr gutes Preis-Leistungs-VerhältnisHerzfrequenzsensor nicht für Sport geeignet
großes OLED-Touchscreen-Displayfehlende Features für Sportler
der Akku hält bis zu 20 Tage langDisplay ist bei direkter Sonneneinstrahlung schlecht ablesbar
Wasserdichtdie Messungen sind etwas unpräzise


Review von Android Authority – youtube.com

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Verarbeitung und Lieferumfang

xiaomi mi band 3 details-2

Der Herzfrequenzsensor des Mi Band 3.

Der lang ersehnte Nachfolger ist genau 2 Jahre später in Europa erhältlich und kostet gerade einmal 30 Euro. Das preiswerte Fitness-Armband wurde sowohl optisch als auch technisch überarbeitet. Im Handel ist das Mi Band 3 in den Farben schwarz, gelbgold, rosegold, hellblau, weiß und dunkelblau erhältlich. Es besteht genau wie das Mi Band 2 aus einem Tracker und einem abnehmbaren Armband. Dennoch sind die Armbänder nicht miteinander kompatibel.

Das Armband des Mi Band 3 besteht aus einem thermoplastischen und hautfreundlichen Elastomer (TPE). Das Band ist bis zu 247 mm lang, lässt sich einfach in 9 Stufen von 155 mm bis 216 mm verstellen und sicher mit einer Dornschließe am Handgelenk befestigen. Die Tracking-Einheit ist 17,9 mm x 46,9 mm x 12 mm groß und kapselförmig.

Das monochrome Display ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich größer und besitzt eine 0,78 Zoll große Diagonale. Dadurch sind die Inhalte noch besser ablesbar und werden in einer Auflösung von 128 x 80 Pixel dargestellt. Armband und Tracker machen in unserem Test einen hervorragend verarbeiteten und robusten Eindruck und sind bis zu 50 Meter wasserdicht. Im Lieferumfang befinden sich eine Bedienungseinheit und ein USB-Ladeadapter.

Die Features

xiaomi mi band 3 details-1Bereits der Vorgänger war im Hinblick auf den günstigen Preis grandios ausgestattet und das Mi Band 3 setzt noch einmal einen drauf! Zur Ausstattung gehören Bluetooth 4.2 BLE, ein Herzfrequenzsensor, eine praktische Erinnerungsfunktion und eine Schlafanalyse. Über den integrierten Pedometer kann das Armband Bewegungen erfassen. Es ermittelt die täglichen Schritte, zurückgelegte Distanzen und die verbrauchten Kalorien.

Die Mi Fit App wurde deutlich verbessert und lässt sich endlich in Deutsch benutzen. Über die App können diverse Aktivitätsprogramme, wie Radfahren, Laufband, Gehen und Laufen gestartet werden. Direkt über das Band ist dies leider nicht möglich. Zusätzlich bedient sich die App auf Wunsch vom GPS des gekoppelten Smartphones. Dies ermöglicht die Darstellung von einem präzisen Streckenverlauf samt Kartenansicht.

Das Mi Band 3 lässt sich intuitiv über Berührungen bedienen und unterstützt sogar Wischgesten. Auf dem Display erscheinen Benachrichtigungen vom Smartphone in Form von Kurznachrichten, Anrufen und App-Mitteilungen. Der Herzfrequenzsensor befindet sich an der Unterseite und misst den Blutfluss über eine grün-leuchtende LED und eine Foto-Diode. Der Akku ist über jeden Zweifel erhaben und versorgt das Fitness-Armband bis zu 20 Tage lang mit Energie.

Die Anwendung

Um die Mi Fit App nutzen zu können, muss der Träger ein Konto erstellen. Danach lässt sich das Mi Band 3 einfach per Bluetooth mit einem Android- oder iOS-Smartphone koppeln. Einrichtung und Synchronisierung nehmen nur wenige Augenblicke in Anspruch.

Das Band lässt sich leicht anlegen, individuell in der Größe verstellen und sicher verschließen. Während unseres Tests hielt das Armband beim Rennen und Schwimmen zuverlässig. Die App besitzt ein nutzerfreundliches Design mit vielen praktischen Funktionen und lässt sich intuitiv bedienen.

Bedienung & Nutzung

Das Xiaomi Mi Band 3 kann auf unterschiedliche Art und Weise bedient werden. Neben der Touch-Funktion und den Wischgesten steht den Nutzern noch eine kapazitive Steuertaste zur Verfügung. Generell lassen sich das Armband und die App sehr einfach und schnell bedienen. Die verschiedenen Funktionen in der App erklären sich von alleine. Es ist ein großer Vorteil, dass die Benutzeroberfläche endlich vollständig ins Deutsche übersetzt wurde!

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Schon bei normalem Tageslicht ist die Ablesbarkeit deutlich schlechter als z.B. beim Vivosmart 4 (li).

Obwohl das Display deutlich größer und die Schrift somit auch besser erkennbar ist, leidet der Nachfolger unter dem gleichen Problem wie das Mi Band 2: Bei direkter Sonneneinstrahlung erkennt man fast überhaupt nichts mehr auf dem Display! Dies war in unserem Test auch der größte Nachteil des Fitness-Armband.

Im Gegensatz zu teureren Fitness-Armbändern oder Smartwatches werden die Aktivitäten nicht automatisch gestartet und müssen stets manuell über die App aufgerufen werden. Der 110 mAh starke Akku hält fast 3 Wochen lang und lässt sich per USB-Kabel in nur 2 Stunden wieder aufladen.

Messungen & Genauigkeit

Einer der Kritikpunkte beim Mi Band 2 waren die ungenauen Messungen. Wir waren sehr gespannt, ob der Hersteller dies beim Nachfolger ausgebessert hat. Leider sind wir zugegebenermaßen etwas enttäuscht, denn die Messungen sind zwar etwas präziser als beim Vorgänger, jedoch im Vergleich zur Konkurrenz noch immer unter dem Durchschnitt.

In der Praxis funktioniert das Mi Band 3 selbstverständlich nicht ganz so genau wie eine Smartwatch mit einem eigenen GPS-Empfänger. Zurückgelegte Strecken, Schritte und verbrauchte Kalorien werden jedoch präziser ermittelt, wenn das Fitness-Armband den GPS-Sensor vom gekoppelten Smartphone nutzt. Generell arbeitet der Pedometer genauer als beim Vorgänger. Im Test gab es speziel dort keine gravierenden Fehlmessungen.

Fehlerhaft waren allerdings die Distanzmessungen ohne GPS, dies ist allerdings ein Problem das sogar sehr teure Modelle mit sich bringen.

mi band 3 fitness app

Wurde ein Aktivitätsprogramm in der App gestartet, sieht der Träger auf dem Display und in der App seine zurückgelegte Strecke, die Herzfrequenz und die Schritte in Echtzeit. Alle erfassten Daten werden automatisch mit der App synchronisiert und anschließend in detaillierten Diagrammen aufbereitet.

Die Herzfrequenzmessung erfolgt auf Wunsch entweder einzeln oder im Intervall. Da es sich um eine optische Messung handelt, ist diese erfahrungsgemäß nicht ganz so genau. Allerdings ist die Herzfrequenzmessung beim Mi Band für uns immer ein Glücksspiel gewesen. Oft kann leider gar kein Wert ermittelt werden, steht man ruhig und bewegt den Arm dann auch nur minimal ist die Erfolgschance besser. Eine erfolgreiche Messung während des Trainings ist nahezu ausgeschlossen.

Zudem können Messfehler durch Tätowierungen, eine starke Armbehaarung oder durch einem zu lockeren Sitz des Armbandes entstehen.

Der Schlafmonitor muss nicht manuell gestartet werden. Das Mi Band 3 merkt durch den eingebauten Bewegungssensor automatisch, wenn der Träger schläft. Sowohl Einschlaf- als auch Aufwachzeitpunkt wurden in unserem Test mehrfach zuverlässig erkannt. Besonders praktisch für Android-Nutzer ist die Smart Lock-Funktion. Das Fitness-Armband kann dadurch zum Entsperren von Android-Mobilgeräten, die sich in Reichweite befinden, benutzt werden.

Unter dem Strich arbeitet das Mi Band 3 genauer als sein Vorgänger, wenngleich die (teurere) Konkurrenz meistens noch die Nase vorne hat. Berücksichtigt man den günstigen Preis, ist die Messgenauigkeit unserer Meinung nach mehr als in Ordnung.

Die Motivation

Die meisten Menschen kaufen sich ein Fitness-Armband, um entweder abzunehmen oder fitter zu werden. Ist nicht genügend Motivation vorhanden, sollte ein gutes Armband seinen Träger unter die Arme greifen. Obwohl das Mi Band 3 so wenig Geld kostet, ist die Motivation durch die gut funktionierende App und die vielen Statistiken bei unseren Testern hoch geblieben.

Wie auch bei der teureren Kokurenz kann man seine Fortschritte ganz genau verfolgen. Auch wenn die Werte (wie weiter oben erwähnt) nicht immer 100% genau ermittelt werden, sind die Daten für weniger anspruchsvolle in der Gesamtheit brauchbar.

Auf Wunsch kann das Fitness-Armband seinen Träger in regelmäßigen Abständen daran erinnern, dass er aufsteht und sich eine Weile bewegt. Dies ist immer eine praktische Funktion.

Das Xiaomi Mi Band 3 im Test: Das Fazit

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