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Das Xiaomi Mi Band 2 im Test

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Das Xiaomi Mi Band 2 vom mitlerweile doch recht bekannten chinesischen Hersteller Xiaomi ist in seinem Heimatland äußerst beliebt. In Europa ist das überaus preiswerte Fitness-Armband noch nicht ganz so bekannt. Wie beim ersten Modell setzt der Hersteller auf eine Kombination aus Tracker und Armband, die zu einem optisch ansprechenden Activity-Tracker verschmelzen. Im Vergleich zum Vorgänger gibt es viele Verbesserungen und einige neue Funktionen.

Im nachfolgenden Testbericht nehmen wir das Xiaomi Mi Band 2 genau unter die Lupe und klären, wie sich das günstige Band im Vergleich zu anderen Fitness-Armbändern von Garmin und Fitbit schlägt.

Die Vor- und Nachteile im Schnellüberblick

Vorteile Nachteile
sehr gutes Preis-Leistungs-VerhältnisHerzfrequenzsensor nicht für Sport geeignet
Pulsmessung ohne Smartphonefehlende Features für Sportler
gute Akkulaufzeitdie Anruf-Benachrichtigungen funktionieren nur bei Android-Smartphones
Wasserdicht 


Review von TechyAgent – youtube.com

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Verarbeitung und Lieferumfang

Mit einer Länge von 21 cm passt das Mi Band 2 auch an ein dickes Handgelenk. Es ist 10 mm dick, wiegt nur 18,5 Gramm und macht sich beim Tragen nicht bemerkbar. Es besteht aus robustem Gummi und durch einen zusätzlichen Schutzring hält das Band beim Sport zuverlässig.

Trotz des günstigen Preises überzeugt das Fitness-Armband mit einer hochwertigen Verarbeitung und einer ansprechenden Optik. Der schwarze Tracker wird sicher im Armband gehalten, kann aber auch problemlos entfernt werden.

Er wurde im Vergleich zum ersten Mi Band deutlich aufgewertet, besitzt einen Herzfrequenzsensor und ein 0,4 Zoll großes Monochrom-Display. Gemäß IP67-Standard ist das Fitness-Armband wasser- und staubdicht und kann maximal eine halbe Stunde lang bis zu einem Meter in Wasser eingetaucht werden. Im Lieferumfang befinden sich eine Anleitung und ein USB-Ladelabel.

Die Features

Das OLED-Display ist wohl die auffälligste Neuerung, denn der Vorgänger hatte nur 3 LEDs. Im Tracker befinden sich 2 Sensoren: Ein Beschleunigungssensor, der kaum Energie verbraucht und ein optischer Herzfrequenzsensor mit 2 LEDs.

Die Herzfrequenzmessung erfolgt ausschließlich manuell und dauert rund 7 Sekunden. Wird über die App ein Lauf gestartet, so misst das Mi Band 2 die Herzfrequenz automatisch. Wie gut diese Funktioniert, klären wir im Abschnitt „Anwendung“.

Die kostenlose Anwendung kann auf iOS- und Android-Geräten installiert werden. Über diese und Bluetooth 4. 0 wird das Band mit dem Smartphone gekoppelt.

Natürlich beherscht das Mi Band auch die Standardfunktionen eines Activity-Trackers. Das Band zählt Schritte, misst Distanzen und überwacht die Schlafphasen. Darüber hinaus verfügt es einen Wecker, eine Inaktivitäts-Erinnerung und zeigt Benachrichtigungen vom Smartphone (Smart Notifications) an. Leider funktioniert bei einem iOS-Smartphone die Benachrichtigung bei Anrufen nicht.

Die Anwendung

Das Fitness-Armband von Xiaomi kann über die offizielle Mi Fit App nur mit einem Android- oder iOS-Smartphone verwendet werden. Nutzer mit einem Windows Phone müssen die Dritthersteller-App Bind My Band verwendet, um das Band mit ihrem Smartphone zu koppeln. Die erste Kopplung über Bluetooth 4.0 verläuft reibungslos und die Ersteinrichtung ist schnell erledigt.

Das Anlegen des Bands ist durch den Verschluss etwas fummelig. Sitzt das Band dann aber ersteinmal ist es sicher und ging z.B. auch während unserer Trainings nicht auf.

Bedienung & Nutzung

Das erste Mi Band war ausschließlich ein Aufzeichnungsgerät und konnte nicht bedient werden. Beim Nachfolger können die Nutzer mit dem Fitness-Armband interagieren. Unter dem Display befindet sich ein Touch-Knopf, der etwas aussieht wie eine Miniatur-Schallplatte. Durch ein mehrfaches Tippen erscheint auf dem Display unter anderem die aktuelle Herzfrequenz oder die zurückgelegte Schrittzahl.

Über die App kann eingestellt werden, welche Werte auf dem Display erscheinen sollen. Wird das Mi Band 2 in Richtung des Gesichtes gehalten, dann zeigt es dank den integrierten Lagesensoren automatisch die Uhrzeit an. Der Tracker reagiert auf alle Eingaben flott.

Ein großer Negativpunkt ist aber das Display selbst, denn bei schon bei leichter Sonneneinstrahlung kann man davon eigentlich nichts mehr ablesen. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist es eigentlich ganz unmöglich.

Da sich die Ladepins an der Seite des Trackers befinden, muss dieser zum Aufladen immer aus dem Band genommen werden. Über das USB-Kabel ist der Akku in kurzer Zeit aufgeladen und hält in der Praxis zwischen 20 und 30 Tage lang durch.

Insgesamt ist die Bedienung sehr einfach gestaltet und geht innerhalb kürzester Zeit in Fleisch und Blut über.

Messungen & Genauigkeit

Hier wird es eigentlich erst richtig interessant. Denn wie genau kann ein solch günster Tracker arbeiten? Um es kurz zu machen: Nur Befriedigend.

Die Schrittzählung funktioniert insgesamt halbwegs zuverlässig, hatte in unserem Testzeitraum aber immer wieder echte Ausfälle. So wurden z.B. bei unserem Referenzgerät, dem Vivoactive HR von Garmin, am Ende des Tages schon mehr als 10.000 Schritte gezählt, das Mi Band 2 zeigte nur knapp übebr 2.000 Schritte an. An anderen Tagen funktionierte es dann wieder mit einer verschmerzbar geringen Abweichung.

Auch die Herzfrequenzmessung arbeitet mit durchwachsenen Ergebnissen. Schon während leichter Trainings ohne viel Armbewegung sind die Ergebnisse der Messungen auf jeden Fall unbrauchbar oder können erst garnicht ermittelt werden. Abweichungen von mehr als 20 Schlägen sind hier keine Seltenheit gewesen.

Im Alltag funktioniert die Herzfrequenzmessung dagegen meistens sogar relativ gut. Zwar gab es auch hier einige offensichtlich falsche Messungen, überwiegend waren die Messergebnisse im Ruhezustand aber nah an denen des Vivoactive HR.

Passender Ratgeber: Wie genau ist die optische Herzfrequenzmessung?

Die Distanz misst das Mi Band 2 über die Schrittlänge und Schrittzählung. Funktioniert also die Schrittzählung nicht exakt, funktioniert auch die Distanzberechnung nicht genau.

In der App werden die gezählten Schritte in Form eines Kreises dargestellt. Zusätzlich gibt es auch Angaben zur zurückgelegten Distanz und dem individuellen Kalorienverbrauch. Wie genau die Kalorienverbrauchsberechnung ist hängt natürlich immer auch von der Genauigkeit der anderen Messergebnisse ab. Da diese eben nicht immer wirklich genau sind, sollten Nutzer die Werte wohl eher als grobe Orientierung verstehen.

Passender Ratgeber: Kalorienberechnung bei Fitness-Trackern und Fitness-Armbändern

Das Fitness-Armband unterscheidet automatisch zwischen den Aktivitäten Laufen und Gehen – das Funktionierte im Test sogar relativ gut. Über die App haben Nutzer Zugriff auf die Verhaltenserkennung. Mit dieser Funktion lassen sich verschiedene Tätigkeiten, wie zum Beispiel Zähneputzen oder mit dem Busfahren auswählen und die Bewegungen manuell erfassen.

Die Motivation

Über die App kann die Inaktivitätswarnung des Activity-Tracker aktiviert werden. Nach einer Stunde der Trägheit gibt das Armband 2 kurze Vibrationen von sich und zeigt ein Männchen auf seinem Display. Unabhängig davon, ob sich der Nutzer dann bewegt oder nicht, erscheint die Meldung erst wieder 1 Stunde danach. Durch diese kurze Erinnerung motiviert das Armband nur minimal.

Challenges, Awards und andere motivierende Elemente, wie bei den Apps von Garmin oder Fitbit, sucht man bei Xiaomi bisher vergeblich. So ist man in Punkto Motivation mehr oder weniger auf sich selbst gestellt.

Das Xiaomi Mi Band 2 im Test: Das Fazit

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