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Google übernimmt den Fitnesstracker-Spezialisten Fitbit für 2,1 Milliarden US-Dollar

An den Börsen gab es schon länger Gerüchte, dass Google den Konzern Fitbit übernehmen will. Nun haben beide Unternehmen diesen Schritt bestätigt. Die Fitbit-Aktionäre müssen dem Angebot noch zustimmen, die Regulierungsbehörde muss die Übernahme erlauben. Das berichten unter anderem die IT-Experten von ZDNet.

Aufkauf von Fitbit: Vorteile für beide Seiten

Vertreter von Google und Fitbit preisen die Übernahme an, weil sie diese für beide Beteiligten als vorteilhaft betrachten. So weist Rick Osterloh, Senior Vice President bei Google und für Devices und Services zuständig, auf die Pionierleistungen von Fitbit und die große Anzahl an Nutzern hin. Er erhofft sich eine produktive Symbiose, um künftig bei Wearables wie Fitnesstrackern mehr Innovationen präsentieren zu können. Er betont zudem die Bedeutung für Wear OS, Googles Betriebssystem für Wearables.

Auch James Park als CEO von Fitbit sieht in der gesteigerten Innovationskraft einen wesentlichen Vorzug. Er erwähnt die enormen Ressourcen von Google. Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass sich Fitbit seit wenigen Jahren in erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindet. Die 2007 in San Francisco gegründete Firma gehört zwar auf dem Markt an Fitnesstrackern und Smartwatches zu den Pionieren, sieht sich aber seit geraumer Zeit mit einer wachsenden Konkurrenz konfrontiert. Dazu zählen finanzstarke Konzerne wie Apple und Samsung.

Fitbit muss derzeit Umsatzrückgänge und Verluste verkraften. Die Entwicklung des Börsenkurses dürfte die Anleger ebenfalls nicht erfreuen: Beim Börsengang im Jahr 2015 zahlten sie 20 US-Dollar, am selben Tag legte der Kurs auf über 30 US-Dollar zu. Google will das Unternehmen in den nächsten Monaten für 7,35 US-Dollar erwerben, was noch deutlich über den Kursen in diesem Sommer liegt. Das zeigt, wie massiv sich der Börsenwert reduziert hat.

Google und Fitbit weisen Bedenken zum Datenschutz zurück

Verbraucherschützer und manche Nutzer von Fitbit sorgen sich um den Datenschutz. Tatsächlich handelt es sich um ein heikles Thema, weil die Wearables von Fitbit sowie die App sensible Gesundheits- und Fitnessdaten erheben und speichern. Die Verantwortlichen von Google und Fitbit geben jedoch Entwarnung. Sie garantieren, diese Daten weder für Werbeanzeigen zu verwenden noch sie an Dritte zu verkaufen. Ein weiteres Versprechen ist für die bisherigen Kunden von Fitbit wichtig: Trotz der Google-Übernahme funktionieren die Produkte weiterhin mit beiden Betriebssystemen Android und iOS.

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